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Revisionskompetenz

Auf zur Weiterbildung!


Donnerstagmorgen 4:15 Uhr. Der Wecker klingelt. Was um alles in der Welt hat mich nur dazu gebracht, die Weiterbildung nicht abzusagen? Es ist doch noch viel zu früh. Außerdem: Zwei Tage nicht zu Hause. Keine Zeit zur Bearbeitung von Aufträgen. Keine Zeit bei der Familie. Und überhaupt: Corona! Und dann Bahnfahren. Und Schulung. So richtig überzeugt war ich nicht, dass die Teilnahme an der Weiterbildung so eine gute Idee war. Aber was sollte ich schon machen: Ich hatte das Seminar Anfang des Jahres gebucht, dann kam Corona und alles lag auf Eis. Vor ca. sechs Wochen kam dann doch die Buchungsbestätigung. Die Mindestteilnehmerzahl wurde erreicht, das Hotel hat ein vernünftiges Hygienekonzept. Nun heißt es: Auf zum Seminar also!

Große Erwartungen


Natürlich hatten wir alle einige Erwartungen und Fragen mitgebracht. Trotz der Umstände kam eine nette Runde an Kolleginnen und Kollegen zusammen. Das Hotel hat ein gutes Hygienekonzept eingeführt und somit konnten wir alle mit einem guten Gefühl und großer Spannung in das Seminar starten. Die Dozentinnen waren super vorbereitet und haben uns gut strukturiert durch die beiden Tage geführt. Das ausgewogene Verhältnis von Theorie und Gruppenarbeit machten die ganze Sache lebendig und abwechslungsreich. Ich muss gestehen, dass ich es nach all der Zeit des Lockdowns, der damit einhergehenden Kinderbetreuung und, wie einige Insider wissen, der vorausgegangenen Eltern(teil-)zeit wirklich genossen habe, wieder mit Kolleginnen und Kollegen ins Gespräch zu kommen. Auch mal einen Satz zu Ende sprechen zu können und dabei ernst genommen zu werden. Die Eltern von Kleinkindern wissen, wovon ich rede.

Revision


Auch inhaltlich hatte die Veranstaltung einige Schätze zu bieten: von der Abgrenzung der Begrifflichkeiten "Revision", "Korrekturlesen" und "Lektorat", über die tatsächlichen Inhalte einer solchen Revision, der Prüfkriterien, einiger rechtlicher Fragen bis hin zu den Prozessabläufen innerhalb des Übersetzungsprozesses nach DIN-Norm. Alle unsere Fragen wurden beantwortet: Was genau ist zu prüfen? Welcher Fehler ist überhaupt zu korrigieren? An welcher Stelle darf man den Übersetzer überhaupt korrigieren? Wo muss man es sogar? Wie verhält es sich mit Haftungsfragen? Dies sind alles Dinge, die geklärt sein müssen, wenn man die Revision von Übersetzungen in das eigene Portfolio aufnehmen möchte. Aber auch wenn man Übersetzerkollegen mit der Revision seiner eigenen Übersetzungen

beauftragen möchte. Nicht nur habe ich Erkenntnisse über die Revision von Übersetzungen gewonnen, sondern auch mehr Struktur und Klarheit in meine eigenen Prozesse bringen können.

Ein gelungenes Seminar


Alles in allem war diese Schulung für mich sehr lohnenswert. Alle Zweifel, die ich am Morgen daran noch hatte, wurden im Laufe des  ersten Tages ausgeräumt. Es hat unglaublichen Spaß gemacht, dieses für mich neue Tätigkeitsfeld zu erkunden. Die Dozentinnen sind wirklich erfahrene und liebenswerte Kolleginnen und auch den Kontakt zu den anderen Kolleginnen und Kollegen habe ich sehr genossen. Als weiteren Bonus findet man dort auch gleich passende Ansprechpartner, wenn es um die Revision der eigenen Arbeit geht. Wer also darüber nachdenkt, die Revisionskompetenz zu erwerben, ist dort genau richtig. Am Ende erhält man das Zertifikat, welches es einem ermöglicht, diese Dienstleistung professionell anzubieten. Ich bin begeistert!

Alle Bilder mit freundlicher Genemigung von Die RisikoScouts

Hier kann das BDÜ-Seminar im neuen Jahr gebucht werden:

https://www.bdue-fachverlag.de/detail_seminar/4968

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